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Wirkungsweise von Tabakwerbung bei Jugendlichen



Die Zahl der jugendlichen Raucher ist in den vergangenen Jahren ein wenig zurückgegangen, doch gehören Kinder und Jugendliche definitiv immer zu einer besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe, die leicht durch Werbung zu beeinflussen ist und die dem Rauchen schnell verfällt. 

Tabakwerbung bestärkt beispielsweise junge Mädchen in der Annahme, durch den Griff zur Zigarette ihre Figur in Form zu halten.  Ärzte warnen immer wieder vor den kindlichen Thesen, da es spätere Fettsucht und Essstörungen zur Folge haben kann. Auch die Fehlannahme mit einer Zigarette anziehender auf das andere Geschlecht zu wirken, ist ein fataler Irrtum. Konsequenzen dieses Leichtsinns finden sich in später erschwerter Vaterschaft und diversen Störungen der Fruchtbarkeit wieder.  Gruppenzwang, Neugier und der Zwang, sich selbst, etwas zu beweisen, tun oft ihr übriges.


Strategien der Tabakriesen

Ziel aller Marketingstrategien ist es, Kunden für das Produkt zu interessieren und sie abhängig zu machen. Durch Tabakgenuss verstorbene Konsumenten müssen schließlich durch neue Kunden ersetzt werden.

Als Werber werden meist jugendlich und gut aussehende Menschen, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann, ausgewählt. Auch Menschen, die eigentlich eine Vorbildfunktion erfüllen sollen, wie z. B. Lehrer (Berufsbezeichnung hinter einer werbenden Person), werden für Tabakwerbezwecke eingesetzt. Die Platzierung von Werbemitteln und  Werbeträgern wird häufig in der Nähe der Zielgruppe untergebracht, so z. B. in direkter Umgebung von Schulhöfen oder Jugendclubs.

Fälschlicherweise entsteht bei vielen Tabakwerbungen bei Jugendlichen der Eindruck, dass durch den Genuss eine Steigerung der individuellen geistigen oder körperlichen Leistung erreicht werden kann. Auch die Kombination von Tabakprodukten und gesunden Lebensmitteln in der Werbung verleitet oft zu der Annahme sich etwas gutes zu tun. Viel zu oft werden außerdem in Zigarettenwerbungen die Warnhinweise weggelassen oder die Wichtigkeit der Warnungen ignoriert, indem man Hinweise über die Schädlichkeit gar nicht erst abdruckt oder sie unauffällig hinter anderen abgelichteten Gegenständen verschwinden lässt. Weitere wirksame Mittel der Werbung für Tabakwaren sind durch Tabakkonzerne gesponserte  Feriencamps, durch die der Rückgang der Zahlen rauchender Jugendlicher eher verhindert als unterstützt wird.

Einführung des Tabakwerbeverbotes und das öffentliche Rauchverbot

Nach einer, durch den Europäischen Gerichtshof  abgewiesenen, Klage und zahlreichen Debatten, wurde zum Jahresbeginn in Deutschland  ein strengeres Tabakwerbeverbot eingeführt. Das Tabakwerbeverbot beinhaltet das Verbot von Tabakwerbung in Funk und Fernsehen, im Internet,  in der Rundfunkwerbung sowie in Zeitschriften und Zeitungen.

Zahlreiche Gesundheitsvereinigungen unterstützen das Vorgehen des Europäischen Gerichtshofes, da besonders Kinder und Jugendliche durch Tabakwerbung zum Rauchen verführt wurden. Um Jugendliche noch besser vor dem Tabakkonsum zu schützen wird ab dem 01.01.2008 ein öffentliches Rauchverbot in Deutschland eingeführt. Diese gesetzliche Regelung wird beinhalten, dass Tabakwaren nicht mehr an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. Außerdem sind alle Zigarettenautomatenaufsteller dazu verpflichtet worden, alle Automaten mit einer Altersverifikation auszustatten. So wird auf verschiedenen Wegen versucht, Jugendlichen und Kindern den Zugang zu Tabakwaren zu erschweren. Der tatsächliche Erfolg wird sich in ein paar Jahren zeigen.


Quellen:
http://www.forum-rauchfrei.de/literatur/werbedokumentation130606.htm
http://www.nichtraucherschutz.de/
http://www.bdi.de/